STIHL TIMBERSPORTS® Disziplin Springboard

Die Disziplin Springboard basiert darauf, dass in der traditionellen Waldarbeit an massiven Wurzeln alter Bäume Arbeits-Plattformen errichtet werden mussten. Mit einer Axt werden ‚Pockets‘ in einen zwei Meter hohen Baumstamm geschlagen, um über Springboards daran hochzuklettern und oben einen Block zu durchtrennen.

STIHL TIMBERSPORTS® Athlet Michal Dubicki aus Polen bei der Einzel-Weltmeisterschaft 2019 in Prag auf dem Springboard.

Auf einen Blick 

Bei dieser Disziplin werden zwei Springboards (Trittbretter) in Taschen (sogenannten ‚Pockets‘) platziert, die zuvor in einen senkrecht montierten Baumstamm geschlagen wurden. Ziel ist es, den auf der Spitze des Stamms montierten Holzblock zu durchschlagen.

Nach dem Startschuss schlagen die Athleten ein erstes Pocket auf Schulterhöhe in den Stamm. In dieses stecken sie die Spitze des ersten Springboards und klettern hinauf. Von diesem Board aus wird ein zweites Pocket in den Stamm geschlagen. Auf dem zweiten Springboard in rund zwei Metern Höhe stehend, beginnen die Athleten anschließend, den oben befestigten Block zu durchschlagen.

Die internationalen Topzeiten für das Springboard liegen bei unter 40 Sekunden. Das Springboard gilt als eine der anspruchsvollsten Disziplinen und wird oft als Königsdisziplin bezeichnet. Es ist üblicherweise die fünfte Disziplin, die ein Athlet erlernt.

In diesen Wettkampfformaten wird das Springboard absolviert:

Das Springboard ist Teil der Einzel-, Rookie- und Intermediate-Wettkämpfe. Bei den Rookies und Intermediates wird die Disziplin mit einem statt mit zwei Springboards ausgeführt.

Rekord

Top-Athleten

Ablauf eines Heats

Beim Betreten der Bühne platzieren die Athleten zwei Trittbretter (genannt ‚Springboards‘) und eine Ersatzaxt am Baumstamm. Die Springboards sind nötig, um den Stamm hochzuklettern, mit der Ersatzaxt können die Athleten schnell reagieren, falls ihre Axt kaputtgeht. Nach dem Startsignal schlagen die Athleten mit ihrer Axt eine kleine Kerbe, ‚Pocket‘ genannt, in den Stamm. Sobald das Pocket fertig ist, schlagen sie ihre Axt in den Stamm, verkeilen ein Springboard in dem Pocket und besteigen das erste Board.

Mit der nötigen Balance schlagen sie hier ein weiteres Pocket, weiter oben platziert, in den Stamm und verkeilen das zweite Springboard hierin. Auf dem zweiten Springboard stehend, beginnen die Athleten, den auf dem Baumstamm platzierten Block zu durchschlagen.

Die Athleten arbeiten in der Regel circa 90% des Blockes auf der ersten Seite heraus, bevor sie ihn mit einem Rückhandschlag auf der zweiten Seite durchschlagen. Die genaue Technik hängt dabei stark vom Holz und der Taktik des Athleten ab. Die Zeit wird gestoppt, sobald der Block von der zweiten Seite durchtrennt ist.

STIHL TIMBERSPORTS® Athlet Brayden Meyer aus Australien bei der Einzel-Weltmeisterschaft 2019 in Prag auf dem Springboard.

Brayden Meyer aus Australien bei der Einzel-Weltmeisterschaft 2019 in Prag auf dem Springboard.

Holzfäller im Nordwesten der USA posieren auf ihren Springboards an einer Riesentanne, um 1915.

Herkunft der Disziplin Springboard

Die Springboard-Technik wurde ursprünglich für die Arbeit in Wäldern entwickelt. Sie basiert auf der Notwendigkeit, dass die Holzfäller in der traditionellen Waldarbeit Arbeits-Plattformen über den massiven Wurzeln der alten Bäume errichten mussten.

In unebenem Gelände oder im Wurzelbereich eines Baumes musste ein Holzfäller mehrere Meter hochsteigen, um den Baum mit einer Axt oder Säge zu erreichen, oder er musste immer eine Leiter mit sich führen. Das Mitführen eines Springboards bot eine schnelle, tragbare und verstellbare Alternative, die nach ein paar geschickten Schlägen mit der Axt in einem Baum verankert werden konnte.

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