06.11.2018

STIHL TIMBERSPORTS® Weltmeisterschaft 2018

"Der Wettkampf wird immer schneller"

Phillip Vielwerth zieht Fazit zur Weltmeisterschaft

Der STIHL TIMBERSPORTS® World Championship 2018 ist Geschichte und wird vor allem in Australien für große Freude gesorgt haben: Zum einen ist das Team der „Chopperoos" zurück an der Weltspitze, zum anderen konnte sich Laurence O'Toole, als erst Australier seit 2013, zum besten Sportholzfäller der Welt krönen. Doch auch die deutsche Mannschaft zieht ohne Titel ein positives Fazit.

„Wir sind voll zufrieden. Wir waren nur knapp hinter Kanada und den USA – das zeigt uns, dass wir das Potential haben diesen Teams in den nächsten Jahren gefährlich werden zu können", gab Danny Mahr untermittelbar nach dem Teamwettkampf zu Protokoll. Und zur Zufriedenheit gab es berechtigte Gründe, denn mit einer Zeit von 56,69 Sekunden war das Team von Coach Phillip Vielwerth im Viertelfinale so schnell, wie nie ein deutsches Team zuvor. Dabei wäre der Wettkampf beinahe schon vorher beendet gewesen. Nach einer guten Zeit im Time Trial traf die deutsche Auswahl im Achtelfinale auf Österreich und erreichte mit einer Zeit von 1:12,45 Minuten nur knapp die nächste Runde: „Da waren wir weit weg von unserem eigenen Anspruch. Wir dachten vermutlich, dass wir das schon schaukeln. Am Ende hatten wir Glück, dass es noch gereicht hat", gab sich Phillip Vielwerth kritisch.

Erst so wurde der neue Rekord ermöglicht. Dass es trotz dieser Topzeit gegen bärenstarke Kanadier nicht für das Halbfinale genügte und am Ende der sechste Platz zu Buche stand, trübte die Stimmung kaum: „Wir konnten gegen Kanada zeigen, was in uns steckt und sind am Ende zweitbeste Europäer geworden. Wir können zufrieden sein", so Vielwerth.

Allerdings sei nicht nur bei seiner Mannschaft, sondern insgesamt festzustellen, dass der Sport sich stetig entwickelt: „Die Qualität der Athleten wächst und der Wettkampf wird immer schneller. Das wirkt sich auch auf die super Atmosphäre in der Arena aus." Neben neutralen Zuschauern und solchen, die ihre Favoriten nach vorne pushen, befand sich in Liverpool auch eine ganz besondere Fangruppe in der Echo Arena, die Schiedsrichter Andy Hall lautstark bei jeder Entscheidung unterstützte. Für Vielwerth, der unmittelbar vor dieser Gruppe im Publikum saß, das persönliche Highlight: „Das war wirklich witzig. Toll, dass die Zuschauer schon dazu übergehen auch die Judges anzufeuern."

Beim Einzelwettkampf am Folgetag knüpfte auch Robert Ebner an die gute Teamleistung an. Der Deutsche Meister sicherte sich den vierten Platz und verpasste somit nur knapp das Podium: „Ich hoffe im nächsten Jahr dabei bin und will es dann noch besser machen", richtete Ebner den Blick direkt nach vorn. Dieses Motto wird sich auch Team Deutschland auf die Fahne schreiben.